Totale Prothetik -VI-

SUPRAKONSTRUKTIONEN BEI IMPLANTATGESTÜTZTEN REKONSTRUKTIONEN


Arbeitsseminar für Zahnärzte/innen und Zahntechniker/innen

Die Versorgung unbezahnter Kiefer mit implantatgestützten total Prothesen scheint fraglos zeitgemäss. Wenn aber totale Prothesen in der Form entwickelt werden, wie es die meisten Ausbildungsparameter vorgeben, dürften, mittel bis langfristig die Probleme der Zahnlosigkeit lediglich aufgeschoben werden. Um eine gesicherte funktionelle Stabilität zu erreichen ist es notwendig, mit einem Stufenplan die prothetischen Massnahmen aufzubauen.

Das Basiswissen in Zahnmedizin und Zahntechnik im Zusammenhang mit prothetischer Versorgung, Prothetik = Wiederherstellung von Verlorengegangenem sollte auf dem Hintergrund der Zahnlosigkeit erfolgen, unter Berücksichtigung des Funktionsmusters beeinflusst durch die Lebensvorgänge des ganzen Menschen. Dem Zahnlosen sind nicht nur die Zähne, sondern auch das Weich- und Hartgewebe verlorengegangenen. Standartprothetik ( 28er ) führt zudem aus Gründen der unphysiologischen Belastung der Prothesen zur Zerstörung der Prothesenlager und zu Kaukraftverlust. Die Berücksichtigung der Ganzheit, was bringt der Patient mit? Die physische wie psychische Basis unterstützt die Wiederherstellung der Funktionalität im masticatorischen System. Das Erarbeiten der prothetischen Individualität aufgrund der Rückführung von Relationsveränderungen, intraoralem Volumenverlust und das Einbeziehen des Patienten als Ganzes soll den Weg zu einer besseren implantatgestützten Totalprothesen öffnen. Nur wenn totale Prothesen funktionsstabil sind werden die korrekt positionierten Implantate auch funktionell belastungsfähig sein. Das Seminar beschäftigt sich mit der präprothetischen Beurteilung und Befunderhebung, der Indikationsbegründung für oder gegen Implantation, der prothetischen Planung mit Implantation und der technischen Umsetzung.

Theorie:

Präprothetische Beurteilung (DIAGNOSTOGRAMM) 1te Abformung, Modellbeurteilung Funktionsabformung Bissrelationsbestimmung Indikationsbezogene Abklärungen - Klinisch Modellanalyse Indikationsbezogene Abklärungen - Technisch Aesthetikkonzept Condylar- und Stufentheorie Nachsorge .

Praxis:

Individuelles Abforminstrument, Bissschablonen, Bissrelationsermittlung (simulierte Einstellungen mit dem CONCEPTOR) Einstellen im Artikulator Modellanalyse Festlegen der technisch ermittelten Belastungszentren für eine mögliche Implantation. Positionsschablone für die radiologische Kontrollaufnahme und das setzen der Implantate.

Prothetische Lösung:

-Aesthetikkonzept -Condylar- und Stufentheorie -Physiologische Modellation -Fertigstellung und Remontage -Einstellen der Modelle mit gesetzten Implantaten -Einarbeiten der Sekundäranker in die Prothesen

Für die teilnehmenden Zahnärzte/innen, möchten wir darauf hinweisen, dass die Seminare von der BZÄK (Bundes Zahnärztekammer) als Weiterbildung empfohlen, als Fortbildungsveranstaltungen im Rahmen des freiwilligen Fortbildungsnachweises anerkannt und somit Weiterbildungspunkte berechtigt sind.

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